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Zum Ende der Seite springen Gesundheitsreform 2 Bewertungen - Durchschnitt: 10,002 Bewertungen - Durchschnitt: 10,002 Bewertungen - Durchschnitt: 10,002 Bewertungen - Durchschnitt: 10,002 Bewertungen - Durchschnitt: 10,00
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dafuer Gesundheitsreform Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hier die Adressen der Parteien für Protest-e-mails:
(habe ich in einem anderen Forum gesehen und meine, viele Leute schaffen evtl. mehr. Vielleicht hilft es ja?!)

[EMAIL]buergerservice@spdfrak.de[/EMAIL]

[EMAIL]frabuero@spdfrak.de[/EMAIL]

[EMAIL]fraktion@cducsu.de[/EMAIL]

[EMAIL]pressestelle@fdp-bundestag.de[/EMAIL]

[EMAIL]epost@gruene-fraktion.de[/EMAIL]

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23.07.2003 12:44 Moni ist offline Beiträge von Moni suchen Nehmen Sie Moni in Ihre Freundesliste auf
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Mein Protest ist schon raus!



mehr dazu auch

http://www.tdm-forum.de/thread.php?id=2678

http://sav-online.de/ssz/Nr7.pdf

Hintergrund

http://www.die-gesundheitsreform.de/index.4ml?flash=1

Gesundheitsreform

Die Kritik wird lauter

Der Kompromiss ist parteienübergreifend, doch die Kritik hat er nicht zum Verstummen gebracht. Die Gesundheitsreform sorgt weiter für Missmut. Nach Ansicht des AOK-Chefs Ahrens werden die Beiträge kaum sinken, CDU-Politikerin Müller vermisst eine "Langzeitperspektive", Ministerpräsident Althaus geht die Reform nicht weit genug.



REUTERS

Zufrieden mit dem Kompromiss: Gesundheitsministerin Schmidt


Berlin - Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) erteilte der Forderung nach Korrekturen indes erneut eine klare Absage. "Die Kritiker hätten sich bei den Konsens-Gesprächen melden müssen. Die Reform ist von allen Parteien abgesegnet und kommt auch - so wie sie ist - zum 1. Januar 2004", sagte die Ministerin den "Aachener Nachrichten".

Zweifel an der angestrebten Beitragssatzsenkung von 14,4 auf 13,6 Prozent im nächsten Jahr wies Schmidt zurück. "Wir werden sie notfalls vorschreiben und haben auch nur mit festen Einspargrößen kalkuliert." Die Belastungen für Patienten und Versicherte durch die Reform bezeichnete sie als "zumutbar".

Entgegen den Versprechungen von Regierung und Opposition werden die Kassenbeiträge nach Ansicht der AOK zumindest kurzfristig nicht nennenswert sinken. "Ohne weitere Dämpfungen auf der Ausgabenseite werden die Beiträge im Schnitt eher stabil bleiben als deutlich sinken", sagte Hans Jürgen Ahrens, Chef des Bundesverbands der Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK), der Zeitung "Financial Times Deutschland".

In den Berechnungen seien die steigenden Ausgaben der Kassen in diesem Jahr noch nicht berücksichtigt, sagte Ahrens. "Wir werden zwar im nächsten Jahr um zehn Milliarden Euro entlastet, aber wir haben zugleich sieben Milliarden Euro Defizit aus dem letzten und aus diesem Jahr." Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Michael Rogowski, warnte angesichts dieser möglichen Entwicklung vor einem "Vertrauensverlust in die Reformfähigkeit Deutschlands". Sollten die Kassenbeiträge lediglich stagnieren, drohten weitere Unternehmen ins Ausland abzuwandern.

Der AOK-Bundesverband setzt jedoch noch auf Nachbesserungen im Gesetzgebungsverfahren. Ahrens sagte der in Hannover erscheinenden "Neuen Presse": "Wenn die große Koalition etwas Bahnbrechendes auf den Weg gebracht hat, dann werden die Beteiligten ein Interesse haben, dass es läuft. Man wird sich nicht gegenüber allen Argumenten verschließen." In den Eckpunkten seien "in Ansätzen Wettbewerbselemente vorhanden. Sie müssen scharf gemacht werden".

Der Kompromiss ist nach Ansicht des Gesundheitsexperten Jürgen Wasem, Professor für Medizin-Management an der Universität Essen, nur eine sehr kurzfristige Lösung zur raschen Senkung der Kassenbeiträge. Die langfristigen Probleme wegen der Alterung der Bevölkerung werden nicht angepackt, sagte er den "Lübecker Nachrichten". "Für die Reform der Strukturen ist in dem Kompromiss zu wenig geplant", erklärte das Mitglied der "Herzog-Kommission" der CDU. So müsste der Wettbewerb zwischen den Ärzten verstärkt werden, indem die Krankenkassen unter Umgehung der Kassenärztlichen Vereinigungen Einzelverträge mit den Medizinern abschließen dürfen.

Auch in der Union regt sich Widerstand gegen den Kompromiss. Nach Ansicht der CDU-Politikerin Hildegard Müller hat die geplante Reform "keine Langzeitperspektive". Die Bundestagsabgeordnete sagte der "taz", die angekündigten Schritte erfassten weder die Altersentwicklung noch den medizinisch-technischen Fortschritt. Durch die verlängerte Lebenserwartung und neu entwickelte Medikamente sei mit einem enormen Kostendruck zu rechnen. Hessens Sozialministerin Silke Lautenschläger (CDU) vermisste in der "Kölnischen/Bonner Rundschau" "notwendige grundlegende Reformen" und sieht "keinen großen Wurf".

Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) kritisierte die geplante Gesundheitsreform in der "Bild"-Zeitung als nicht weitgehend genug. Die Reform stoppe nur "vorübergehend den weiteren Anstieg des Krankenversicherungsbeitrages". Er forderte weitergehende Schritte zur Neugestaltung des Gesundheitswesens: "Ich persönlich bevorzuge eine Art Kasko-System mit verschiedenen Grundsicherungen, die verpflichtend sind. Aber alles andere wird nach eigener Verantwortung mit Eigenbeiträgen versichert."

Der Unternehmensberater Roland Berger hält die Pläne ebenfalls für nicht ausreichend. In einem Gastbeitrag für die "Welt" forderte Berger eine Radikalkur. Sonst würden die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung bis 2050 im schlimmsten Fall auf bis zu 30 Prozent ansteigen. "Auch die aktuellen Vereinbarungen zwischen Bundesregierung und Opposition reichen nicht aus, diesen Trend aufzuhalten." Berger schlug vor, dass mehr Leistungen als vorgesehen von den Versicherten finanziert werden.

Die SPD-Gesundheitspolitikerin Marlies Volkmer forderte ihre Partei auf, nach dem Zahnersatz nicht noch weitere Ausgliederungen medizinisch notwendiger Leistungen aus dem Kassenkatalog zuzulassen. "Es wird eine ganz wichtige Aufgabe der SPD sein, hier wirklich einen Damm einzubauen. Das darf nicht weitergehen", sagte Volkmer der "Sächsischen Zeitung". Sie kritisierte die Herausnahme nichtverschreibungspflichtiger Medikamente aus der Kassen-Erstattung. Die Ärzte würde auf verschreibungspflichtige Medikamente ausweichen. Es wäre viel besser gewesen, die Positivliste durchzubekommen.

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23.07.2003 12:58 Bärchen ist offline E-Mail an Bärchen senden Homepage von Bärchen Beiträge von Bärchen suchen Nehmen Sie Bärchen in Ihre Freundesliste auf
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Themenstarter Thema begonnen von Moni
smilie_all Gesundheitsreform-Antwort d.gruenen Fraktion Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

das ist die antwort die ich heute erhalten habe.


Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für Ihr Schreiben zum Thema Gesundheitsreform.
Die Einigung zur Gesundheitsreform ist geschafft. Am Ende der Verhandlungen
steht ein Kompromiss. Dieser Kompromiss war notwendig, denn auf Grund der
Mitspracherechte im Bundesrat sind Strukturreformen im Gesundheitswesen für
mehr Qualität und Wirtschaftlichkeit nur gemeinsam mit den Ländern möglich,
während die Bundesseite alleine in erster Linie bei Fragen der Finanzierung
Gestaltungsmöglichkeiten hat.


Mittelfristige Schritte
Die vorgelegten Reformschritte können mittelfristig helfen, das
Gesundheitswesen zu verbessern und die Beiträge stabil zu halten,
langfristig bleibt eine grundlegende Reform in Richtung einer
Bürgerversicherung notwendig, in die alle Menschen entsprechend ihrer
Leistungsfähigkeit einzahlen.


Einiges nicht erreicht
Bedenken haben wir vor allem gegen die Ausgliederung des Zahnersatzes in der
vorgesehenen Form. Immerhin konnten wir eine Pflicht zur privaten
Versicherung wie sie von der Union gewollt war, verhindern. In der Umsetzung
der Einigung muss nun ausgeschlossen werden, dass sich die Private
Krankenversicherung (PKV) vor allem auf die "guten Risiken" konzentriert und
sich in der GKV die Versicherten mit niedrigen Einkommen und schlechten
Zähnen sammeln. Gewährleistet werden muss ferner, dass auch die privat
Versicherten in ihren Verbraucherrechten geschützt werden. Allerdings gehen
wir davon aus, dass bei fairen Wettbewerbsbedingungen die GKV keine Angst
vor privater Konkurrenz haben muss. Die GKV ist heute beim Zahnersatz
erheblich preiswerter als die PKV und verfügt darüber hinaus über große
Erfahrungen bei der Qualitätssicherung.
Wir bedauern auch, dass die Union in einigen Leistungsbereichen überholte
Strukturen hartnäckig verteidigt hat und deshalb einige wichtige
Reformschritte hin zu mehr Wirtschaftlichkeit und damit zu
Kosteneinsparungen unterblieben sind.
Dazu gehört die Arzneimittel-Positivliste, die die Transparenz und die
Qualität auf dem Arzneimittelmarkt hätte deutlich verbessern können, aber
nicht durchsetzbar war. Dazu gehört die ursprünglich vorgesehene Ablösung
des Kollektivvertragssystems durch ein Einzelvertragssystem in der
fachärztlichen Versorgung auch über die Integrationsversorgung hinaus. Dazu
gehört auch, dass die Krankenkassen auch weiterhin mit jedem in den
jeweiligen Landeskrankenhausplan aufgenommenen Krankenhaus - unabhängig von
seiner Qualität und Wirtschaftlichkeit - einen Vertrag abschließen müssen.

Einiges verhindert
Wir haben verhindert, dass vor allem die Patientinnen und Patienten zur
Kasse gebeten werden, wie dies von der Union vorgesehen war. Ihre
Vorstellungen beliefen auf fast sieben Milliarden an höheren Zuzahlungen.
Die jetzt gefundenen Regelungen liegen bei ca. 3,3 Milliarden zusätzlich.
Außerdem haben wir dafür gesorgt, dass niemand mehr als zwei Prozent seines
Einkommens für die Gesundheit aufwenden muss, chronisch Kranke sogar nur ein
Prozent und dass es für Familien mit Kindern entsprechende Freibeträge gibt.

Unsere Bilanz
Insoweit ist unsere Bilanz der Gesundheitsreform 2003 zwiegespalten: Es
überwiegt der Eindruck mehr Strukturreformen erreicht zu haben als jemals
zuvor - trotzdem bleibt noch viel zu tun.
Bündnis 90/Die Grünen werden sich auch weiterhin für die wettbewerbliche
Weiterentwicklung der solidarischen Krankenversicherung einsetzen. Die
Umsetzung der miteinander vereinbarten Strukturreformen werden wir
aufmerksam begleiten. Die Ausweitung von Wettbewerbsstrukturen auf alle
Leistungsbereiche bleibt auch weiterhin auf der Tagesordnung.

Zur weiteren Information übersenden wir Ihnen in der Anlage einen
detaillierten Überblick über die in den Konsensverhandlungen beschlossenen
Eckpunkte zur Gesundheitsreform.

Mit freundlichen Grüßen
Infoservice
Bundestagsfraktion
Bündnis 90 / Die Grünen

weitere Informationen: www.gruene-fraktion.de

<<Gesundheitsreform im Detail.pdf>>

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24.07.2003 12:47 Moni ist offline Beiträge von Moni suchen Nehmen Sie Moni in Ihre Freundesliste auf
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und eine von der spd

Sehr geehrter Herr *****,

vielen Dank für Ihre E-Mail vom 23.07.2003 und Ihr Interesse an der Politik der SPD.
Ich danke Ihnen für Ihre Einschätzung zur aktuellen Politik der SPD. Jedoch teile ich Ihre Auffassung nicht. Erlauben Sie mir bitte, dies Ihnen in einigen Grundzügen zu erläutern.

Die dringend notwendigen Strukturreformen in der Gesundheitspolitik sind ein gutes Stück vorangekommen. Nach gut zwei Wochen intensiver Verhandlungen haben sich Bundesregierung, die Koalitionsparteien, die Opposition und Vertreter der Bundesländer auf gemeinsame Eckpunkte für die Modernisierung unseres Gesundheitssystems geeinigt.

Die Konsensverhandlungen waren aus zwei Gründen notwendig. Zum einen ist eine umfassende Gesundheitsreform im unions-dominierten Bundesrat zustimmungspflichtig. Zum anderen sollte eine Reform, die so elementare Interessen der Menschen betrifft, in einem breiten gesellschaftlichen Konsens beschlossen werden. Deshalb hat die Bundesregierung der Union Verhandlungen angeboten, die nun zu einem erfolgreichen Abschluss gekommen sind.

Warum brauchen wir eine Reform des Gesundheitswesens?

Unser Gesundheitssystem hat weltweit Vorbildcharakter. Es ist leistungsstark und mit erheblichen finanziellen Mitteln ausgestattet. Die gesetzlich Versicherten und ihre Arbeitgeber zahlen allein Beiträge in Höhe von 142 Milliarden Euro. Jeder Mensch hat den gleichen Anspruch auf die notwendige medizinische Versorgung. Es gibt keine langen Wartelisten oder gar Altersbeschränkungen für dringend notwendige Operationen. Dies soll auch so bleiben.

Andererseits gibt es Verbesserungsbedarf hinsichtlich der Qualität der medizinischen Versorgung. Viele Untersuchungen sind handwerklich nicht in Ordnung oder gar überflüssig, z. B. in der Radiologie. Die Beitragszahler müssen erwarten können, dass mit ihren Beiträgen verantwortungsvoll und wirtschaftlich umgegangen wird. Und der Altersanstieg der Bevölkerung wird dazu führen, dass auf Dauer die Ausgaben im Gesundheitssystem die Einnahmen übersteigen. Mit Rücksicht auf die angespannte Situation auf dem Arbeitsmarkt darf diese Finanzierungslücke nicht weiter mit steigenden Beiträgen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber geschlossen werden. Denn explodierende Beiträge belasten die Kosten eines Arbeitsplatzes und würden zu steigender Arbeitslosigkeit führen. Auch die Einschränkung der medizinischen Leistungen für die Versicherten wäre der falsche Weg.

Die Lösung kann deshalb nur in der Ausschöpfung vorhandener Wirtschaftlichkeitsreserven im Gesundheitssystem und einer angemessenen Beteiligung der Versicherten an den Krankheitskosten liegen. Nur auf diesem Weg können wir künftig einen hohes Versorgungsniveau bei vertretbaren Beiträgen sichern.

Mehr Wirtschaftlichkeit und mehr Qualität im Gesundheitswesen

Die Qualität der medizinischen Versorgung soll verbessert und die finanziellen Mittel effizienter eingesetzt werden.

- es wird eine unabhängige Stiftung und ein Institut für mehr Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen gegründet. Dessen Aufgabe ist unter anderem die Recherche und Bewertung des neuesten medizinischen Wissensstandes zu ausgewählten diagnostischen und therapeutischen Verfahren und die Bereitstellung von allgemein verständlichen Informationen für alle Bürgerinnen und Bürger.
- Ärzte werden zur Einführung eines internen Qualitätsmanagements und zur regelmäßigen Fortbildung verpflichtet, die auch kontrolliert wird.
- Es werden medizinische Versorgungszentren eingerichtet, in denen interdisziplinär Hilfe aus einer Hand angeboten wird.
- Krankenhäuser werden bei hochspezialisierten Leistungen teilweise für die ambulante Behandlung geöffnet.


Neuordnung der Versorgung mit Arzneimitteln

Mehr Wirtschaftlichkeit ist auch die Leitlinie bei der Neuordnung des Arzneimittelmarktes. Die Ausgaben für Arzneimittel, die keiner Festbetragsregelung unterliegen, sind allein in den letzten fünf Jahren von 8 auf 15 Milliarden Euro gestiegen.

- Arzneimittel mit keinem oder nur geringfügigem zusätzlichem Nutzen werden wieder in die Festbetragsregelung einbezogen.
- Nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel werden künftig nicht mehr von den Krankenkassen erstattet. Ausnahmen gibt es für Kinder bis zum 12. Lebensjahr und bestimmte Krankheiten.
- Der Versandhandel mit Arzneimitteln wird mit einem Höchstmaß an Verbraucherschutz und Arzneimittelsicherheit zugelassen.
- Die Preisbindung für Arzneimittel, die überwiegend der Verbesserung der privaten Lebensführung dienen, wie z.B. Viagra, werden von der Erstattungspflicht der Kassen ausgenommen.

Mehr Rechte und mehr Information für Patienten

Die Rechte und Wahl- und Entscheidungsfreiheiten der Patientinnen und Patienten sollen ausgeweitet werden.

- Die Versicherten erhalten auf Verlangen eine Kosten- und Leistungsinformation in verständlicher Form von Arzt, Zahnarzt oder Krankenhaus.
- Die Versicherten erhalten die Möglichkeit zur Wahl der Kostenerstattung.
- Die Krankenkassen erhalten das Recht, freiwillig Versicherten Tarife mit Beitragsrückgewähr oder Selbstbehalten mit Beitragsminderung anzubieten.
- Versicherte können bei Teilnahme an Präventionsmaßnahmen einen finanziellen Bonus erhalten.


Sozialverträgliche Neuordnung der Zuzahlungen und Senkung der Beiträge

Das unübersichtliche und teilweise ungerechte System der Zuzahlungen wird vereinfacht.

– Grundsätzlich wird eine prozentuale Zuzahlung bei allen Leistungen von 10 %, jedoch mindestens 5 € und höchstens 10 €, erhoben. Sie ersetzt die bisherigen Zuzahlungen z. B. bei Medikamenten.
– Die Zuzahlung beim Arzt beschränkt sich auf 10 Euro je Quartal. Erfolgt die Behandlung auf Überweisung entfällt die Zuzahlung.
– Bei einem Krankenhausaufenthalt fallen täglich 10 € für maximal 28 Tage pro Jahr an. Bisher zahlten die Patienten 9 Euro pro Tag.
– Für alle Versicherten gilt künftig für alle Zuzahlungen gleichermaßen eine Belastungsgrenze in Höhe von 2 % des Bruttoeinkommens.
Natürlich gibt es sozialverträgliche Ausnahmen. Ein Kinderfreibetrag wird Familien entlasten. Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr sind generell von allen Zuzahlungen befreit. Chronisch Kranke zahlen nicht mehr als 1% ihres Bruttoeinkommens.
Ab 2005 ist der Zahnersatz nicht mehr Bestandteil der gesetzlichen Versicherung und soll von jedem Versicherten selbst abgesichert werden. Jeder erhält die Möglichkeit, dies weiter in der gesetzlichen Krankenversicherung oder in einer privaten Versicherung zu tun.
Ab 2007 muss das Krankengeld, das ab dem 43. Krankheitstag gezahlt wird, allein von den Arbeitnehmern abgesichert werden.
Mit den Strukturreformen und der Umfinanzierung von Leistungen werden wir den allgemeinen durchschnittlichen Beitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung bis 2007 unter 13 Prozent senken.

Der ausgehandelte Kompromiss ist ein tragfähiges und zukunftsorientiertes Konzept für die Modernisierung unseres Gesundheitswesens. Manche Maßnahme, etwa die Ausgliederung des Zahnersatzes, fällt uns Sozialdemokraten schwer. Entscheidend ist aber, dass nun endlich eine Gesamtlösung erarbeitet wurde, die das hohe Niveau der medizinischen Versorgung aufrecht erhält und sogar verbessert und gleichwohl die Beitragsbelastung für Versicherte und Arbeitgeber senkt. Damit leisten wir auch einen wichtigen Beitrag für die Lösung der Probleme auf dem Arbeitsmarkt.




Mit freundlichen Grüßen

Norbert Müller

SPD Parteivorstand
Dialog-Service

Tel.: +49 (0)30 25991 500
Fax: +49 (0)30 25991 346

mailto:parteivorstand@spd.de
http://www.spd.de

Postanschrift:
Willy-Brandt-Haus
Wilhelmstraße 141
10963 Berlin

exclusiv für SPD Mitglieder:
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24.07.2003

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24.07.2003 15:53 Bärchen ist offline E-Mail an Bärchen senden Homepage von Bärchen Beiträge von Bärchen suchen Nehmen Sie Bärchen in Ihre Freundesliste auf
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281 Gesundheitsforum Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hi Bärchen ich glaube nicht dass wir was Ändern können, die machen doch was Sie wollen.Ich denke es ist nur Zeit verschändung.Die Politiker wissen genau dass der kleine Mann kaum Geld hat,weil die Lebens und Unterhaltskosten gewaltig gestiegen sind.Ich frage mich sowieso wie es weiter gehen soll.

MFG Aloise


:bin sauer

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Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Aloise: 24.07.2003 17:44.

24.07.2003 17:41 Aloise ist offline E-Mail an Aloise senden Homepage von Aloise Beiträge von Aloise suchen Nehmen Sie Aloise in Ihre Freundesliste auf AIM-Name von Aloise: xxxxxx YIM-Name von Aloise: xxxxxx MSN Passport-Profil von Aloise anzeigen
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@ Aloise,
genau da fängt unser Problem an, wir lassen uns treiben wie die Herde Schlachtochsen und fügen uns in das Schicksal,
für mich ist das Maß langsam voll und nur wenn wir unseren Unmut sagen, haben wir ne Möglichkeit etwas zu ändern.

Sei nicht böse, ist aber meine Meinung

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@Bärchen ich bin Dir nicht böse,aber was soll das Volk ändern dass versuchen wir ja schon seit Jahrzehnte aber es passiert nichts.Unmut hat jeder ausser die Reichen :phone_call

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Hi Bärchen Du siehst es jetzt selber hier im Board.Ausser Pummelchen und Du bzw Ich hat doch keiner seine Meinung geschrieben.Und dass ist doch meiner Meinung nach ein Thema was jeden betrifft.
Und ich hätte gerne ein paar stellungs nahmen gelesen.
Aber Du siehst keinen stöhrts anscheinend.
Gruß Aloise :fart

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26.07.2003 12:22 Aloise ist offline E-Mail an Aloise senden Homepage von Aloise Beiträge von Aloise suchen Nehmen Sie Aloise in Ihre Freundesliste auf AIM-Name von Aloise: xxxxxx YIM-Name von Aloise: xxxxxx MSN Passport-Profil von Aloise anzeigen
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:traurig recht hast du :traurig

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Hier mal kurz die wichtigsten Änderungen, damit jeder genau weiss was sich ändern wird.

Zahnersatz:
Ab 2005 wird der Zahnersatz komplett aus dem Leistungskatalog gestrichen. Alle Patienten müssen sich für etwa 7,50 € privat zusätzlich versichern oder einen Extrabeitrag an ihre Krankenkasse zahlen.

Krankengeld:
Ab 2007 zahlen Arbeitnehmer den Beitraganteil von ca 0,5 des Bruttoeinkommen, für den Lohnersatz bei längerer Krankheit, in voller Höhe (kein Arbeitgeberbeitrag mehr).

Arztgebühr:
ab 2004 sind im Quartal 10 € pro Quartal für Hausarztbesuche und Facharztbesuche ohne Überweisungsschein zu zahlen.

Krankenhausgebühr:
pro Tag eine Zuzahlung von 10€ pro Tag, mnaximal 28 Zuzahlungstage pro Jahr.

Arzneimittel:
nicht verschreibungspflichtige Medikamente sollen die Patienten bis auf wenige Ausnahmen selbst zahlen.
Für verschreibungspflichtige Medikamente wir müssen die Patienten 10%, mindestens 5€ und höchstens 10€ pro Packung
Kinder unter 12 Jahren sind von der Zuzahlung bei rezeptpflichtigen und der Zahlung für nicht rezeptpflichtigen Medikamente befreit.

Sehhilfen:
Brillen und Kontaktlinsen werden nur noch für Minderjährige und stark sehbehinderte Patienten von der Krankenkasse bezahlt.

gestrichen:
Sterbegeld, Kosten für eine Sterilisation, Taxifahrten zum Arzt .....


ich musste mich erst einmal genau kundig machen was da alles auf uns zukommt. Es ist wieder mal so, dass nur versucht wird auf dem Rücken der Patienten zu sparen.
Es ist leider so dass durch die Veräumnisse in der Vergangenheit nun dieese Reform nötig ist um das Gesundheitssystem vor einem Kollaps zu bewahren.
Schade dass nur die Lobbyisten der Pharma-Industrie und der Ärztevereinigung entsprechende Änderungen für ihr Klientel durchgesetzt haben.
Ich habe mein Protestschreiben nun ebenfalls abgeschickt.

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Gruß





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Beitragssätze

http://www.medizin.de/news/kw04/Na0704-01.htm

http://www.bkk.de/bkk/content/powerslave...,nodeid,24.html

Dateianhang:
rar BKK_Liste August 2003.rar (115,16 KB, 2 mal heruntergeladen)


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